„Auf den meisten Bildern ist zu viel drauf."

Andreas Feiniger, Fotograf Frankreich, Deutschland, USA, 1906 - 1999. Sohn des Bauhaus-Professors Lyonel Feininger.

EINFACH UND Klar

Was soll gezeigt werden?

Das Wesentliche des Fotos, der Grund der Aufnahme muss erkennbar sein. Ein Objekt sein, eine Stimmung, eine Szene, die Weite, eine Farbe, ... was auch immer. Durch Verdichten des Themas, durch Weglassen was klar ist, oder durch enges Beschneiden wird die Bildidee fokussiert.

 

Das Eingangszitat von Feininger ist ein Schlüssel zur Bildgestaltung. Die einfache Version lautet "Weniger ist mehr".

 

Bildtitel

Ein Bildtitel ist hilfreich. Dem Fotografen gibt er Orientierung während der Aufnahme, dem Betrachter erleichtert er den Zugang zum Bild. Ein guter Titel ist keine simple Beschreibung von dem was man ohnehin sieht, sondern gibt dem Bild einen zusätzlichen Aspekt und kann eine ganze Geschichte erzeugen.

Walter Schwab Fotografie

Nach der Melonen-Ernte.


Der Hintergrund - Die wichtigste Nebensächlichkeit

Während der Aufnahme liegt die Konzentration auf dem Motiv, das Drumherum wird nicht wahrgenommen. Dann das enttäuschende Ergebnis: Aus dem Kopf wächst ein Straßenschild, am Bildrand steht eine blöde Mülltonne, der Horizont ist unerklärlich schief und außerdem zieht die helle Hausfront ständig den Blick auf sich.

 

Oft bedeckt der Hintergrund eine große Bildfläche, also verdient er eine große Beachtung!

Einäugig schauen und blinzeln

Betrachten Sie einmal die Szene mit nur einem Auge. Die durch das beidäugige 3D-Sehen erzeugte automatische Trennung der Bildteile in der Raumtiefe ist plötzlich weg. Vordergrund, Hintergrund, Hauptgrund - alles liegt wie auf dem späteren Foto in einer Ebene.

 

Wenn Sie blinzeln und so die feinen Details verschwimmen lassen, wird auch die vorherrschende Hell-Dunkel-Verteilung offensichtlicher.

 

Das Auge wird zum Licht gelenkt. Das Bildwichtige sollte hell, der Hintergrund eher dunkel sein um nicht abzulenken.

 


Standpunkt variieren, bis der Hintergrund passt.