„Anytime From Now"

So nannte Dorcas Spitzhorn ihren Reisebericht mit schönen Geschichten über "Weiße auf schwarzem Grund".

Frei übersetzt: Ihr habt die Uhren, wir die Zeit!

GHANA  -  africa  Westcoast

Die Vorstellungen über Afrika kreisen um zwei Bilder: Idyllische Szenen aus einer paradiesischen Natur und Tierwelt - und Berichte über Krieg, Flucht und Greuel aus der Menschenwelt. Und dazwischen?

Da ist das ganz normale Leben. Etwa in dem Dorf Kpone-Bawaleshie in Ghana, dessen Bewohner vor über 30 Jahren unsere Freunde und Nachbarn wurden. Damals - während der großen Dürrekatastrophe - schlossen zwei Vereine ein Bündnis: Der YMCA Bawaleshie und der CVJM Rechtenbach. Kontakte wurden aufgebaut, in beiden Richtungen gereist, Hilfe und Erfahrungen geboten. Der Alltag in einem Ghanaischen Dorf wurde sichtbar, plötzlich hatte Afrika ein Gesicht.

 

Verglichen mit anderen afrikanischen Staaten ist Ghana politisch und wirtschaftlich recht stabil. Natur gibt es auch, aber die Big Five tummeln sich woanders, Berge im Nebel gibt es nicht und die Sandstrände sind bisher nur mäßig touristisch erschlossen. Insgesamt also eine unspektakuläre Situation, fast langweilig?

 

Vielleicht von außen betrachtet, aber bestimmt nicht, wenn man vor Ort ist. Ghana hat Trommeln und Fufu, Handys und Fußball, lärmende Kinder, junge Leute mit Träumen und ehrwürdige Alte, lange Gottesdienste, wuchernde Städte, Trotros, Sklavenburgen mit dunklen Vergangenheiten, Goldminen, Urwald, rote Erde, Küste.

 

Und viele Freunde.


Old Emmanuel aus Bawaleshie, Ghana.

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Zuletzt aktualisiert im April 2019.