"Gute Bilder und Geschichten haben Größeres verdient als ein Smartphone-Display."

AudioVision

Mit zwei Sinnen gefangen

AV -  Audio Vision - Hören und Sehen.

Eine faszinierende Art, Bilder zu zeigen, Geschichten zu erzählen und Menschen in eine andere Welt zu entführen.

 

AV-Vortrag, Multimedia-Schau, Multivisions-Vortrag, Live-Multivisions-Show, Ton-Bild-Vortrag, ...

Wie soll man es nennen?

 



Die ersten Discovery Days 2017 in Laax (CH) von Explora, Grenzgang und Mundologia.

Gesucht: Neue Vorträge - Neue Welten - Neue Referenten

Bausteine einer AV-Show

Der Inhalt

... sollte unbedingt schriftlich in einem kurzen Exposé fixiert werden. Was ist die Kernaussage? Was will ich überhaupt vermitteln?
Nicht alles hineinpacken sondern eher im Gegenteil:
Kürzen und Klarheit schaffen!
Bis ein einfacher roter Faden bleibt, der nicht nur vom Autor sondern vom unbedarften Zuschauer erkannt und mit Spannung verfolgt werden kann.

Zur Not eben zwei Vorträge mit unterschiedlichen Schwerpunkten schaffen.

 

Der Titel

... ist ein Versprechen - sagt Medienfachmann und Festival-Veranstalter Michael Hoyer, und das sollte gehalten werden!
Und der Titel weckt Interesse - oder eben nicht.

 

Die Fotos

… summieren sich in einer 90 min Show zu einer wahren Bilderflut. Umso wichtiger ist es, einfache und klar strukturierte Fotos zu zeigen, die in Stil und Farbgebung harmonisch laufen.

 

Walter Schwab Fotografie Nepal

Gezielt eingesetzte Videosequenzen

... sind kaum mehr wegzudenken. Sie sollen die Bilder nicht einfach bewegen oder doppeln, sondern das vermitteln, was Standbilder eben nicht können.

 

Der Referent

...  ist Erzähler und authentischer Augenzeuge, er vermittelt live zwischen Publikum und Leinwand. Er gibt dem Vortrag Glaubwürdigkeit und ein Gesicht.

 

Die Sprache

...  vom Band ist eher kritisch. Man macht sich vergleichbar mit den perfekt gesprochenen Kommentaren aus Radio und Fernsehen - und wirkt meist weniger überzeugend. In einem Live-Vortrag werden Versprecher oder Dialekt immer verziehen.
 

Die eigene Geschichte

... und die ganz persönlichen Erlebnisse heben den Vortrag von anderen ab und machen ihn einmalig. Als neutraler Reiseführer, der selbst mehr Zuschauer statt aktiv Handelnder ist,  lässt sich kein fesselnder Reisevortrag gestalten.

 

Kurze Texteinblendungen

... informieren nicht nur, sondern binden den Betrachter aktiv ein indem sie ihn zum Mitmachen bzw. Lesen auffordern. Dafür ist genügend Zeit einzuräumen und die Bilder sollten währenddessen ruhen.

Zusätzlich kommen Musikpassagen besser zur Wirkung statt durch gesprochene Kommentare ständig unterbrochen zu werden.

 

Walter Schwab Fotografie Shamanin in Kapilavastu

Typische Fehler, die man vermeiden kann:

  • Wiederholungen bei Bildern, Kommentaren oder auffälligen, visuellen Effekten.
  • Banalitäten und abgedroschene Phrasen.
  • Bilderläuterungen wie „Hier sehen wir die Berge in der Morgensonne“ zu einem Bild von Bergen in der Morgensonne!
  •  Wilde Texte in abenteuerlichen Schriftarten, die kaum lesbar sind und durchs Bild flattern.
  • Kurzatmige Effekt-Hascherei.
  • Formatwechsel während des Ablaufs, zum Beispiel von 3:2 auf 16:9 oder Hochformat.
  • Abruptes Stoppen von Musikstücken.
  • Zu viele Bilder und Anmerkungen und damit Zeitdruck.
  • Damit einhergehend: Zu schnelles Sprechen ohne Pausen.
  • Sich mit den eigenen Bildern auf der Leinwand mehr beschäftigen als mit dem Publikum.
  • Wörtliches Ablesen der Kommentare.

Programmierung einer AV-Show mit WINGS Platinum (hier noch mit Version 4, aktuell ist WINGS 7).

Eine anspruchsvolle Software mit viel Potential, die sich einem gut erschließt.

Der gute alte Diavortrag

... mit Projektor und Leinwand war früher die beste Art, Bilder aus anderen Welten vorzuführen.

 

Irgendwann wurde mit zwei Projektoren überblendet. Beim Bildwechsel erschien nun statt schwarz das legendäre Dritte Bild. Musik und Geräusche vom Band kamen dazu, und aus dem Lichtbild-Vortrag wurde der Ton-Bild-Vortrag, die AV-Schau.

 

Das Publikum war begeistert, nur der Vortragende war nicht zu beneiden. Erstellen und Vorführen einer solchen Schau mit all den analogen Geräten waren mehr als mühselig. Auch wenn das Bild einen anderen Eindruck suggeriert.

 

Das Ende der großen Diaprojektion wurde spätestens 2004 mit dem Auslauf des KODAK Carousel Projektors besiegelt.

 

2009 verkündete KODAK das Ende der legendären KODACHROME Filme. Die letzte Rolle KODACHROME 64 erhielt Steve McCurry.

 

Die Geschichte der Projektion wird übrigens in einem kleinen Büchlein der Firma AV-STUMPFL aufgezeigt. Es trägt den programmatischen Titel: DIE MACHT DER GROSSEN BILDER.