Die Fotografie ist allgegenwärtig und sorgt für weltweit über 200 Millionen Bilder ... pro Stunde. Das ergibt im Jahr die unvorstellbare Menge von zwei Billionen Fotos. Grob geschätzt!


Die Technik hat das Fotografieren einfach gemacht. Aber die Frage, welche Bilder denn nun wirklich »gute Bilder« sind und welche Regeln dafür gelten und ob es überhaupt allgemeingültige gibt, ist weiter unklar.

 

Geht es um das Motiv oder um das Bild?

Geht es um Erinnerungen, eine Dokumentation oder um »Kunst«?

Ist es Auftragsarbeit oder einfach Spaß?

Walter Schwab, Fotografie, Berlin

 

»Es gibt keine Regeln für gute Fotos, es gibt einfach gute Fotos« meint zum Beispiel Ansel Adams.

 

Elliott Erwitt will sich ebenfalls nicht damit beschäftigen: »Bilder sollte man anschauen - nicht darüber reden.«

 

Während Henri Cartier-Bresson eine einfache und pragmatische Antwort bereithielt: »Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.«


Walter Schwab, Hohenschönhausen
Walter Schwab, Kranichzug

Bildaussage

Feininger sah in der Fotografie die universelle Sprache der Menschheit. Die technische Ausführung sollte stimmen, so wie Grammatik und Rechtschreibung in der Literatur, aber ein Bild ohne klare Aussage war für ihn bedeutungslos und nur »visuelles Geschwätz«.

 

Walter Schwab, Zingst